Why Bad Herrenalb

  • Grüne Idylle
  • Diverse Wanderwege
  • Erreichbar mit Auto und Zug
  • Vielfältige Restaurants
  • Gepflegtes Städtchen
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Silvester im Grünen. Bad Herrenalb als Zuflucht und Krönung in 2019

Zum Jahreswechsel 2019/2020 haben mein Partner und ich uns vorgenommen etwas runterzufahren. Eine Erholung vom stressigen und turbulentem Alltag. Natürlich sind Alpen und Nordsee zu dieser Zeit gleichermaßen überteuert. Da ich mit meinem Studentenlohn keine allzu großen Sprünge machen kann, suchten wir uns eine angemessene Alternative: Der Schwarzwald. Diese Idee hatten einige Touristen, allerdings war der Ort keineswegs überfüllt. So nutzten die Karlsruher den nahegelegenen Kurort Bad Herrenalb ebenso wie wir und einige französische und luxemburgische Nachbarn.

Es zog uns also vom 30.12. bis zum 02.01. in das Hinterland von Karlsruhe, genauer gesagt nach Bad Herrenalb. Wir staunten nicht schlecht, als schon einige Minuten nach Karlsruhe die Natur zu sprießen begann: Wir fuhren durch ein wunderschönes Flusstal mit steilen Felshängen und tiefgrünen Tannenwäldern ehe wir endlich ankamen.

Tipp: Nach Bad Herrenalb gelangt ihr ebenso gut mit dem Auto wie mit der Bahn. Auch die schöne Talstrecke passiert ihr mit beiden Vehikeln. Zumindest, wenn ihr aus dem Norden kommt. 😉

Unser Hotel lag direkt am Kurpark und war daher sehr gut zu finden. Einen Parkplatz konnten wir für 10€ pro Tag in der Tiefgarrage dazu buchen. Unser Aufenthalt entpuppte sich als eine Suite mit Kurparkblick und 360° Schwarzwaldblick. Herrlich den ersten Abend so gemütlich im neuen Wohnzimmer zu verbringen. So genossen wir bei ausgeschaltetem Licht die malerische Kulisse der vereisten Tannenwipfel um uns herum. Ein wahrlich gelungener Urlaubseinstieg!

Bereits gut erholt und in Urlaubsstimmung starten wir am nächsten Morgen mit einem üppigen Frühstück. Bei meinem Partner und mir entstand so auch ein Running Gack, der uns bis heute zum Schmunzeln bringt. (In den Kommentaren stehe ich euch gerne für genauere Infos zur Verfügung 😉)

(Ausblick auf den menschenleeren, vereisten Kurpark)

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Tipp: Das Hotel Nashira am Kurpark ist wirklich zu empfehlen! Manchmal wirkten die Angestellten zwar etwas zerstreut, jedoch waren sie dafür umso herzlicher! Es herrschte eine grandios familiäre Atmosphäre. Auch beim Frühstück ließ sich das Personal nicht Lumpen und kredenzten uns jeden Morgen neue extravagante Kreationen wie Orangenpfannkuchen oder diverse Variationen von Bacon. Der Vollständigkeit halber sollte ich auch noch erwähnen, dass alles blitzblank war 😉

.Entlang des Quellweges

(Entlang des Quellweges erwarten euch einige Überraschungen)

Mein Partner hält allerdings wenig von ruhigen und erholsamen Urlauben, er braucht Bewegung und Action! Also machten wir eine wunderschöne Silvesterwanderung entlang des Quellweges. Bad Herrenalb bietet allerhand Wanderwege in allen Schwierigkeitsgraden an. Wir entschieden uns zunächst für eine mittlere Möglichkeit und maschierten munter los. Zunächst gingen wir erneut durch das malerische Tal, ehe wir eine kleine Bergetappe vor uns hatten, die zu der sog. Talwiese führte. Hier oben gab es einen herrlichen Blick über das Tal, Städtchen und den Schwarzwald. Außerdem gab es einen Skilift. Allerdings war er nicht in Betrieb und wir konnten auch nicht herausfinden, ob er es je sein wird. Gerne wollten wir hier oben in eines der vereinzelten Gasthäuser einkehren. Zu unserem Unglück waren die Wirte aber alle ausgeflogen. Also ging es wieder hinunter vorbei an zwei kleinen verwunschenen Örtchen. Diese Örtchen verband der sogenannte Predigerweg mit Bad Herrenalb. An der Strecke gab es einige lustige Quiztäfelchen. Also auch etwas für die jüngeren Wanderer.

Predigerweg

(Der Predigerweg)

Wieder im Hotel eingekehrt machten wir uns frisch und nahmen gegen Abend unsere Reservierung in dem Restaurant Klosterscheuer wahr. Dies war in einer alten Ruine des Bad Herrenalber Kloster versteckt und serviert hervorragende regionale Küche.

(Neben der Ruine des ehemaligen Klosters findet ihr das Restaurant.)


Tipp: Wenn ihr auch kleine oder große Gourmets seid, so reserviert euch unbedingt einen Tisch in der Klosterscheuer. Ich empfehle euch aber auf jeden Fall zu reservieren, da das Restaurant stets gut besucht ist.

Für den Silvesterabend haben wir uns über die regionalen Bräuche informiert.  So gibt es ähnlich wie im Rheinland zu Neujahr riesige Hefeteig Brezeln, die im neuen Jahr Glück bringen soll. Achja, schmecken tun sie auch sehr gut! Generell finde ich es schön die regionalen Geschmäcker durchzuprobieren und mir anzuhören. Es ist immer wieder interessant, welche Geschichten ich zu hören bekomme und wie schnell ich mich in die Fantasien und Träumereien, der Einheimischen, verlieren kann.

So saßen wir also gemütlich eingepackt in unserer Suite, mümmelten die Neujahrsbrezel, tranken guten Wein, hatten wundervolle und tiefgreifende Gespräche und vergaßen fast, dass es beinahe 12 Uhr und damit Neujahr ist. Gott sei Dank erinnerte uns das Hotelpersonal mit einigen Raketen daran. So bestaunten wir das glitzernde Feuerwerk über dem Kurpark und dem Schwarzwald und spürten mit jeder erleuchteten Rakete, wie die Last von 2019 abfiel und die Vorfreude auf 2020 in uns gedeiht. In der Ferne sahen wir nun auch einige Raketen und erinnerten uns an die entspannende Wanderung. Ohne die Lichter hätten wir die kleinen Örtchen wohl nicht noch einmal zu Gesicht bekommen.

Tipp: Versucht ab und zu euch an den kleinen Dingen zu erfreuen. Ein ehrliches Gespräch, Stille, und die Natur helfen euch schnell dabei den Alltag zu vergessen und die Seele atmen zu lassen. Das Leben spielt sich nicht in den Displays vor eurer Nase ab, sondern in jeder Sekunde, in der ihr eurem Umfeld achtsam gegenüber begegnet.

Und ich kann es nicht besser beschreiben, aber genauso fühlt sich ein ruhiges Silvester im Schwarzwald an. Man kommt wieder zu sich, genießt das Leben mit allen Geschmäckern und tankt neue Kraft für ein neues wunderbares Jahr!

 

 

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Post Author: Froschson

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