Why Allerheiligen

  • Natur pur
  • Wanderlust
  • Erholung
  • Neues Entdecken
  • Deutschland erkunden
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Der Nordschwarzwald ist nicht nur im Sommer ein tolles Reiseziel für Wanderer und Entdecker. Gerade der Oktober mit seiner tollen Herbstfärbung ist besonders reizvoll und nicht so touristisch überlaufen.

Der Black Forest, wie er auch genannt wird, ist ideal für einen Kurzurlaub. Ein paar Tage wandern, dabei die saubere Luft im Nationalpark tief einatmen und man fühlt sich wie neu geboren.

Der Nordschwarzwald liegt, wie der Name schon sagt, in der nördlichen Hälfte des Schwarzwaldes im Bundesland Baden Württemberg. Er erstreckt sich von Karlsruhe/Pforzheim über Baden Baden/Bad Wildbad bis hinter Freudenstadt. Der Höhenbereich zwischen der Schwarzwaldhochstrasse und dem Murgtal ist als Nationalpark ausgewiesen und besticht mit seiner Naturbelassenheit, seiner Schönheit und der sauberen Höhenluft.

Tipp 1

Unser erster Ausflug führt uns nach Allerheiligen bei Oppenau. Das Ziel sind die Allerheiligen Wasserfälle. Mit dem Auto geht es Richtung Oppenau und dann Richtung Allerheiligen. Am Eingang zum Wasserfall befindet sich ein ausreichend großer kostenloser Parkplatz.

Ein dekorativer Felsen weist auf unser Ausflugsziel hin.

Nach der Überquerung der Straße erreichen wir den schön gestalteten Eingang zum Wasserfall. Der Eintritt ist kostenlos.


Eine kurze Wegstrecke geradeaus und schon geht es hinauf und das Rauschen des Wassers begleitet uns.

Der Grindenbach stürzt sich in 7 Kaskaden fast 100 Meter in die Tiefe. Jede Kaskade endet in einem kleinen See im Felsgestein um von dort erneut in die Tiefe zu stürzen.


Wir gehen über zahlreiche Stufen vorbei an moosbewachsenen Steinen und immer am naturbelassenen Wasserfall entlang. Die Farben des Herbstes leuchten von tiefgrün bis goldgelb und das Wasser glitzert in der Sonne. Um den Wald und die Schlucht ranken sich viele Sagen, wie wir am Wegesrand auf verschiedenen Tafeln erfahren.

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So kann man lesen, dass
„Einst ein junger Steinmetz mit einer Zigeunerin in einer Höhle lebte. Eines Nachts verließ sie ihn heimlich. Aus Gram band er ein Seil an eine Tanne, ließ sich die Steilwand hinunter und meißelte das Antlitz seiner Geliebten in den Felsen. Dann schnitt er das Seil durch und stürzte sich zu Tode“

Vielleicht und mit etwas Fantasie erkennt ihr ein Gesicht in der Felswand.

Früher waren die Wasserfälle für einen Wanderer unzugänglich oder nur schwer zu erreichen. Erst seit ca. 100 Jahren sind die Wasserfälle mit Hilfe von Treppen und Brücken begehbar.

Oben angelangt sehen wir rechts auf einer Anhöhe ein Ehrenmal. Dies soll an die Toten des 1. Weltkrieges erinnern. Ein kleiner Rundweg lädt zur Besichtigung ein.

Ein kleines Stück weiter entdecken wir einen kleinen Barockgarten aus mehreren Terrassen und einem Wasserbecken mit Springbrunnen.

Unser Weg führt uns weiter zur Klosterruine Allerheiligen vorbei am „Klosterhof“, einer urigen Gaststätte. Dort haben wir später zu Mittag gegessen.

Die Klosterruine zieht uns mit ihren verbliebenen Mauern und Rundbögen in den Bann und läßt die einstige Pracht in dieser doch recht einsamen Gegend erahnen. Die Gründung des Klosters beruht auf einer Legende, nach der ein Esel mit einem Sack voll Geld beladen wurde. Wo er den Sack abwarf, war das Kloster zu errichten. So einfach war es damals, einen geeigneten Bauplatz zu finden. Ein Blitzschlag zerstörte viele Jahre später das Gebäude und hinterließ diese malerische Ruine.

Heute ist die Klosterruine eine touristische Sehenswürdigkeit. Die Ruine kann kostenlos besichtigt werden. Zu der Klosteranlage gehört noch ein kleines Museum und der Klosterkiosk.

Neben dem Klosterkiosk entdecken wir den Wegweiser zum „Sagenweg“. Das ist ein Rundwanderweg, der wunderschöne Ausblicke auf die Schlucht mit den steilen Felswänden und auf den herbstlich gefärbten Schwarzwald bietet.

Weitere Sagen und Legenden können wir auf Tafeln, die wir am Wegesrand entdecken, lesen. Der Rundweg von etwa 1 Stunde führt uns über der Roßgrund und über die Engelskanzel zurück zur Allerheiligen Klosterruine.


Nachdem wir im Klosterhof gut gegessen haben, machen wir uns wieder auf den Weg zum Parkplatz. Wir gehen diesmal den Wasserfall in Fließrichtung entlang, entdecken noch die eine oder andere Naturschönheit und genießen die natürliche Wildromantik bevor es mit dem Auto zurück in unser Hotel geht.

Es gibt noch viele weitere Wanderwege im Naturpark, die erkundet werden können. Das weit verzweigte Wandernetz  ist gut ausgeschildert und auch für Familien geeignet. Der sehr ursprüngliche und absolut naturbelassene Wald bietet auch heute noch Raum für Legenden und Waldgeister. Denn die eine oder andere alte Wurzel oder ein moosbewachsener Baumstumpf  erinnert uns an einen lustigen Waldgeist.

Deshalb erzähle ich Euch zum Schluß noch die Legende vom Bruder Pauli

“Bruder Pauli war ein Klostergeistlicher, der es mit den Mönchsgelübten nicht so genau nahm ………   „

Wollt ihr wissen, wie es weitergeht, dann folgt mir. Im nächsten Beitrag verrate ich, was es mit dem Bruder Pauli auf sich hat und wir wandern über den Wipfeln des Schwarzwaldes.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Post Author: Ute_reist | |

Verheiratet, 2 Kinder , reisesüchtig

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