Why Kirkwall

  • Naturspektakel
  • Weltkulturerbe
  • 5000 Jahre alt
  • 3 Größter Steinkreis in Großbrittanien
  • Unglaubliche Klippen
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Während unserer 3-wöchigen Kreuzfahrt in Richtung Grönland, gab es außer dem ewigen Eis noch andere spektakuläre „Haltestellen“. Eine wunderschöne, idyllische und gleichzeitig Geschichtsträchtigen Orkneyinseln mit dem Hauptort Kirkwall.

    Kirkwall

Das Örtchen Kirkwall ist wirklich sehr überschaubar. Es hat einen niedlichen kleinen Hafen und ist entlang der Küste gegründet. Das wohl berühmteste Gebäude hier ist die St. Magnus Kapelle, deren Geschichte bis ins 11 Jahrhundert zurückgeht. Von weitem aus ist sie auch schon zu erkennen.

   

Zwar wurden die Orkneys erst im 15 Jahrhundert schottisch, dennoch vermisst man hier keineswegs die schottische Gastfreundlichkeit. Wie auch auf der benachbarten Shetland Island, sind die Menschen hier super freundlich und gelassen. (Zu den Shetland Islands folgt bald auch ein neuer Post.) Daher möchte ich euch nun das atemberaubende Umland von Kirkwall zeigen.

 

    Yesnaby

Circa eine halbe Stunde entfernt von Kirkwall beginnt das Küsten und Kliff Gebiet das Yesnaby genannt wird. Das Meer schlägt hier unendlich laut an die Klippen, Gischt zischt und brodelt zwischen zerklüfteten Felsen – die Cliffs oft Yesnaby zeigen ein fantastisches Naturschauspiel. Es ist unglaublich wie das Wasser den weichen Sandstein formen kann. Das wohl bekannteste und beeindruckendste Ergebnis ist das Yesnaby Castle.

Die Steine der Klippen sind vom Devon Zeitalter der Erde geprägt. Also noch vor den Dinosauriern vor über 400 Millionen Jahren. Es ist ganz ähnlicher Stein, wie der, aus dem der berühmte Old man of Hoygebaut ist, der vor der Orkney-Insel Hoy steht.

Diese Klippen sind wirklich gefährlich! Sie sind unglaublich hoch und die Steinplatten geben einem nicht wirklich ein sicheres Gefühl. Leider ist während unseres Aufenthaltes dieses gruselige Foto von meinem Freund entstanden.

P.S.: Er lebt noch! Trotzdem besser nicht nachmachen…

 

    Ring of Brodgar

Der Ring of Brodgar hat ein Durchmesser von 104 Meter und ist damit sogar noch größer als das Stone Henge. Von den ursprünglichen  60 Steinen sind allerdings nur noch 27 erhalten. Nicht desto trotz ist es beeindruckend zu bedenken, dass hier fast 5000 Jahre Geschichte auf einen hinabschauen. Nicht umsonst zählt der Ring of Brodgar seit 1999 als UNESCO Weltkulturerbe.  Allerdings ist dieser noch ein eher junger Steinkreis. Zumindest sind die benachbarten Standing Stones of Stennes noch einmal 3000 Jahre älter.

Es ist wirklich beinahe magisch, wie sich die fast 5 Meter hohen neolithischen Steine aus dem violett blühenden Heidekraut und grünen Gras in dunkle Wolken erheben. Ein Aufenthalt oder eine Umrundung gibt mir wirklich das Gefühl, nur ein sehr kleiner Teil eines riesigen Ganzen zu sein. Es ist mir beinahe ein Rätsel, wie diese Steine bereits seit 5000 Jahren hier stehen können. Bereits an den Yesnaby Klippen peitschte uns ein beißender Wind entgegen. In den Jahren wurde der Steinkreis einigen Unwettern ausgesetzt, doch noch immer steht er an Ort und Stelle.

Wissenschaftler haben berechnet, dass circa 80.000 Arbeitsstunden notwendig waren, um die 12.000 Tonnen Steine an Ort und Stelle zu platzieren. Mit einem Bagger und LKW sicher schnell gemacht, in der Jungsteinzeit sicher ein wenig anders. 😉

Am Ende konnten sich im Inneren bis zu 3000 Menschen versammeln. Leider ist uns bis heute nicht bekannt, welche Riten sie vollzogen haben oder welchen konkreten Nutzen ihnen die Steine gaben. Es wird vermutet, dass der Ring of Brodgar und die Standing Stones of Stennes als Tempel für Sonne und Mond galten. Zwar finden sich auf den Steinen einige Runen, jedoch konnte bis auf den Namen Björn und einem kleinen Kreuz nichts Weiteres identifiziert werden.

 

Schottland ist wirklich ein Land, dass verzaubert und wir werden sicher nicht das letzte Mal dort gewesen sein.

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Post Author: Froschson

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