Why Isafjördur

  • Kreuzfahrtliebe
  • Island entdecken
  • Natur pur
  • Stockfisch
  • Seefahrtsgeschichte
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Wir haben 204 Seemeilen zurück gelegt und legen am Sundabakki Pier in Isafjördur an.
Isafjördur Eisford, Stockfischprobe und Fischerhütten
Isafjördur oder übersetzt Eisfjord liegt umgeben von Bergen auf einer Sandbank mitten im Fjord. Der Ort hat die Form eines Hufeisens und der Hafen ist genau in der Mitte. Die Einfahrt in den Fjord ist atemberaubend – links und rechts die imposanten Berge. Der Schnee klammert sich auch im Juli noch an die Felsen. Die Temperaturen steigen im Sommer kaum über 11 Grad. Wir sind hier im abgelegensten Ort Islands gelandet. Er ist mit ca. 2700 Einwohnern der Größte im Nordwesten der Insel und gleichzeitig das Handels- und Kulturzentrum der Westfjorde.
Wir nutzen den Vormittag, das Städtchen zu Fuß zu erkunden und entdecken einen Mix aus alten Holzhäusern und Gebäuden neueren Baustiles. Es gibt viele Geschäfte aber auffällig ist eine Bäckerei. Die zieht mit einem alten Lieferwagen alle Blicke auf sich. Auch das Angebot ist vielversprechend aber wir sind noch satt vom ausgiebigen Frühstück an Bord.

Isafjördur Eisford, Stockfischprobe und Fischerhütten

Unser nächstes Ziel ist das Seefahrtsmuseum.

Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und FischerhüttenDieses kleine Heimatmuseum bietet viel Sehenswertes zur Seefahrtsgeschichte und über das raue Leben der Fischer.

Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und FischerhüttenIhr erfahrt einiges über die Zeit als noch Eisbären gejagt werden durften und nicht geschützt waren, als das Leben hier oben im nördlichen Teil von Island nicht nur einsam, sondern auch hart und gefährlich war. Und … zum Schluss der Besichtigung gibt es Stockfisch und einen echten isländischen Schnaps zum Verkosten.
Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und Fischerhütten Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und FischerhüttenBeides muss man gewohnt sein. Aber probieren geht bekanntlichermaßen über …… Der Stockfisch war früher das Essen der einfachen Leute, da es Fisch in Massen gab. Der gefangene Fisch wurde ausgenommen, der Kopf entfernt und dann paarweise an den Schwanzflossen zusammengebunden und auf Holzgestellen getrocknet. So hatte man immer Lebensmittel, insbesondere im Winter vorrätig. Der Schnaps „Brennevin“ auch „Schwarzer Tod“ genannt ist das bekannteste isländische Alkoholgetränk. Er hat so um die 40 % vol. Das schwarze Etikett, mittlerweile ein Markenzeichen sollte vom Kauf abschrecken. Hat scheinbar nicht funktioniert. Den Isländer schreckt außer Feen und Trollen nichts ab. Gemeinsam wird bei 12 Grad Lufttemperatur mit viel Freude ein Wettschwimmen im bedeutend kälteren Meer veranstaltet.

Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und Fischerhütten Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und FischerhüttenIch habe schon beim Zuschauen gefroren. Definitiv nichts für mich. Wir bummeln lieber noch etwas durch den kleinen Ort und entdecken neben dem Heimat- und Seefahrtsmuseum

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Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und Fischerhütten…. ein Holzhaus mit dem Wappen des Dänischen Honorarkonsulates. Uns war es ein Foto wert.

Für den Nachmittag haben wir einen Ausflug gebucht. Dieser führt uns zuerst in eine von steilen Klippen umgebene kleine Holzkirche. Hier werden wir mit einer folkloristischen Aufführung überrascht.

Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und FischerhüttenUnser nächstes Ziel ist Ósvör – ein kleines sehr authentisches Museum über den Fischfang. Es liegt in der Nähe von Bulangavik am äußersten nördlichen Zipfel von Island. Das Maritime Museum entspricht der Nachbildung einer Fischfangstation aus dem 19. Jahrhundert und die kleinen mit Gras bewachsenen Hütten zeugen von dem einfachen Leben der Fischer damals.

Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und Fischerhütten Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und FischerhüttenDie Innenausstattung der Hütten ist spartanisch und spiegelt das auf Arbeit ausgerichtete Leben wieder.

Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und Fischerhütten

Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und FischerhüttenZum Abschied gibt es noch ein Foto mit einem „echten“ Fischer der damaligen Zeit.


Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und FischerhüttenWir fahren zurück durch das Tungudalur – Tal und genießen die wildromantische unberührte Landschaft. Das Besondere dieser Gegend rund um Isafjördur an den Westfjorden Islands ist die Landschaft mit ihren Bergketten, Wasserfällen und grünen Wiesen, die eine einzigartige Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt.

Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und Fischerhütten Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und FischerhüttenUnterwegs machen wir noch einen Stop  am Bunua Wasserfall, der sich den Berg über mehrere Stufen hinunter schlängelt und dessen Wasser glockenklar ist und Trinkqualität hat.

Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und Fischerhütten Isafjördur Eisfjord, Stockfischprobe und Fischerhütten

Die unberührte Natur und die Weitläufigkeit dieses schönen Landstriches haben uns begeistert.

Isafjördur „Eisfjord, Stockfischprobe und Fischerhütten“Unser Ausflug geht zu Ende und mit vielen neuen schönen Eindrücken gehen wir zurück auf‘s Schiff. Weiter geht die Fahrt. Morgen legen wir in Akureyri an. Neugierig? Dann folgt mir hier auf Traxplorio.com und auf Instagram. Ich nehme euch auf meinen Reisen mit.

Eure Ute reist

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Post Author: Ute_reist | |

Verheiratet, 2 Kinder , reisesüchtig

18 Replies to “Isafjördur „Eisfjord, Stockfischprobe und Fischerhütten“”

  1. Miriam says:

    Liebe Ute,
    Was für ein wundervoller Ort. Der erinnert mich direkt daran, dass ich auch nochmal nach Island reisen möchte, denn am “Eisfjord” war ich nicht unterwegs. Die Hütten von dem maritimen Museum sehen ein bisschen aus wie Trollhütten, finde ich 😉 Stockfisch und Brennvin hab ich in Norwegen auch schon probiert, Stockfisch ist auch so gar nicht meines, aber einen Brennvin nach dem Essen nehme ich sehr gerne, auch wenn er hochprozentig ist. Und ich muss gestehen, ich bin danach auch schon in eiskalte Seen bei Minusgraden draußen gesprungen 😉
    Liebe Grüße von Miriam von Nordkap nach Südkap

  2. Marion says:

    Ich habe bisher nur zwei Kreuzfahrten gemacht. Eine ging als Kind Richtung Norwegen, eine mit der AIDA ins Mittelmeer. Leider waren jedesmal die Landgänge viel zu kurz. Wie war das bei Euch?

    1. Ute_reist Ute_reist says:

      Hallo Miriam,
      Du bist ja sehr viel in der Welt unterwegs und es freut mich, wenn ich dir noch etwas Neues zeigen kann. Und… ich habe die Warmen Quellen dem kalten Wasser vorgezogen.
      Liebe Grüße Ute reist

    2. Ute_reist Ute_reist says:

      Hallo Marion,
      Das ist der negative Punkt einer Kreuzfahrt. Das Zeitlimits für Landgänge ist begrenzt. Allerdings hatte ich mich immer für Kreuzfahrten auf kleineren Schiffen entschieden. Hier ist man meist flexibler und individueller. Trotzdem muss man pünktlich wieder an Bord sein.
      Liebe Grüße Ute reist

  3. Julia says:

    Hallo,

    ich würde da auch mitmachen und Reisen. Diese tolle Umgebung und Natur. Traumhaft schön. Ich würde da gerne hin und nicht nur für ein paar Tage. So 3 Wochen und dann weiter Reisen. Ach bin ich Neidisch das du da warst 😉
    Liebe Grüße
    Julia

    1. Ute_reist Ute_reist says:

      Hallo Julia,
      Ja ich wäre auch gern länger geblieben und möchte auch gern nochmal nach Island.
      Liebe Grüße Ute reist

  4. Jacqueline says:

    Was ein schöner Beitrag. Ich konnte durch die schönen Fotos es richtig miterleben. Danke dafür. Vg jacky

    1. Ute_reist Ute_reist says:

      Super, dass dir mein Bericht gefallen hat.
      Liebe Grüße
      Ute reist

  5. Katharina says:

    Ein toller Bericht, mit tollen Bildern. Ich würde Island auch gern einmal bereisen – wir wollten immer mal mit dem Fahrrad einmal “drum herum” fahren, aber mit kleinen Kindern müssen wir da glaub ich noch ein Weilchen abwarten bis wir uns das ermöglichen. Außerdem gibt es dort viele tolle Crossfit Sportler, das wäre für mich also auch sportliches Sight-Seeing 😀

    1. Ute_reist Ute_reist says:

      Hallo Katharina,
      Ja ich denke Island hat für jeden reisefreudigen etwas zu bieten. Und so eine Kreuzfahrt ist wie ein Schnupperkurs. Island hautnah zu erkunden, bietet bestimmt mehr Erlebnisse.
      Liebe Grüße
      Ute reist

  6. Mo says:

    Liebe Ute,
    euer Ausflug war ja toll. Das kleine Heimatmuseum hätte mir dabei mit Sicherheit sehr gefallen. Besonders die Seefahrtsgeschichte, aber auch das damalige Leben sind Themen, die mich interessieren. In Island war ich bisher noch nie, hoffe aber, dass ich dort eines Tages mal hinreisen kann. Gerade die Landschaft fasziniert mich sehr.

    Liebe Grüße
    Mo

    1. Ute_reist Ute_reist says:

      Hallo Mo,
      Ja Island hat sowohl landschaftlich viel zu bieten aber die Geschichte des Landes und das Leben der Fischer früher, fand ich auch sehr interessanten erwähnenswert.
      Liebe Grüße
      Ute reist

  7. Julia says:

    Hallo,

    was für eine Landschaft. Da kann man sich nicht satt sehen. Aber toll finde ich das Museum, die alten Hütten und auch die Trachten. Eine sehr tolle Mischung vom Urlaub. Man weiß nicht was man sich als erstes anschauen soll. Aber toll finde ich das das Museum in einer alten Hütte ist. Danke fürs mitnehmen auf der Reise.
    Liebe Grüße
    Julia

    1. Ute_reist Ute_reist says:

      Hallo Juli,
      Es freut mich sehr, dass dir mein bunter Reisebericht gefallen hat.
      Liebe Grüße
      Ute reist

  8. Jana says:

    Ich war zwar noch nie auf Island, aber schon mal an einem ähnlichen Ort wie Ósvör – allerdings in Andorra! Dort konnte man auch solch alte Hütten besichtigen, was ich damals richtig interessant fand! Stockfisch habe ich noch nie probiert, stelle ich mir etwas trocken vor! Aber wie du halte ich mich an “Probieren geht über studieren …”

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Ute_reist Ute_reist says:

      Hallo Jana,
      Ja Stockfisch ist sehr trocken.
      Lg Ute reist

  9. Sandra says:

    Ach Mensch – wann ist das Reisen wohl wieder normal möglich? Es gibt soviele wunderbare Orte. Danke für diesen hier. Ich glaube, da möchte ich jetzt auch hin.
    Viele liebe Grüße
    Sandra

    1. Ute_reist Ute_reist says:

      Hallo Sandra,
      Da geht es dir wie mir. Endlich wieder Neues entdecken.
      Lg Ute reist

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